Chronik
Die Geschichte des TSV Schönhagen führt uns zurück bis in das Jahr 1901. Am 3.März dieses Jahres wurde der Vorläufer eines ersten Turnvereins gegründet, der " Christliche Arbeiter-Verein" zu Schönhagen. Dieser Verein befasste sich noch nicht mit dem Turnen. In den Statuten heißt es denn auch: "Der Zweck des Vereins ist die Pflege allgemeiner Bildung, deutschen Wesens und wahrer Gesittung. Dieser Zweck soll erreicht werden durch Verbreitung nützlicher Schriften und Anschaffung guter nützlicher Bücher.
Im Laufe der Jahre forderten dann immer mehr Mitglieder neben der geistigen auch nach einer körperlichen Ertüchtigung durch das Turnen im Sinne des Turnvater Jahn. Auf einer Versammlung wurde von dem damaligen Pastor Drechsler schließlich der Antrag gestellt, den Christlichen Arbeiter-Verein in einen Turnverein umzuwandeln. Dieser Antrag wurde dann auch mit großer Mehrheit angenommen.
Am 10.Januar 1912 war es dann soweit. Von 64 Personen wurde die Gründung des Männer-Turnvereins " Gut Heil " Schönhagen vollzogen. Leider sind die Vereinsgründer inzwischen alle verstorben, und können nicht mehr von dieser für unseren Verein historischen Gründungsversammlung berichten.
Mit großem Mut und viel Optimismus machte man sich ans Werk. Zu Pfingsten des Gründungsjahres wurde das Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe, abgehalten. Dazu waren neben den örtlichen auch Vereine aus benachbarten Orten eingeladen. Zum Kauf der Fahne wurde das in der Kasse befindliche Geld verwendet. Es wurden zuvor mehrere Angebote eingeholt. Ein Herr Dreier war extra aus Hildesheim zu einer Versammlung angereist um sein Angebot persönlich zu unterbreiten, und erhielt letzten Endes auch den Zuschlag.
Um mit einem geregeltem Sportbetrieb, hauptsächlich dem Geräteturnen beginnen zu können, mussten erst noch einige Schwierigkeiten gemeistert werden. Geeignete Räumlichkeiten, geschweige denn eine Turnhalle, standen nämlich nicht zur Verfügung. es wurde daher beschlossen, dass die Turnabende auf dem Saal des jeweiligen Vereinslokales stattfinden sollten. Nachdem Verhandlungen mit den betreffenden Wirten geführt wurden, erklärt6en diese sich dazu bereit, ihre Säle zur Verfügung zu stellen.
Da wegen der zu geringen Höhe der Säle aber nicht nicht mit allen Geräten geturnt, oder die Übungen nur im begrenztem Maße ausgeführt werden konnten, wurden sogar noch Änderungen bzw. Erweiterungen vorgenommen.
Für den Kauf der Turngeräte musste sich der junge Männer-Turnvereinverschulden und einen Kredit bei der Sparkasse aufnehmen, denn die Vereinskasse war durch den Kauf der Fahne ja geleert. Dank eines regen Mitgliederzuwachses und eines gut verlaufenen Stiftungsfestes konnten die Schulden recht bald wieder abgetragen werden.
Als die Turngeräte endlich geliefert und aufgestellt waren, und der Turnbetrieb beginnen konnte, stellte sich heraus, dass keiner etwas rechtes damit anzufangen wusste. So setzte man sich mit dem seinerzeit bekannten Turner Otto Mundt aus der Nachbargemeinde Neuhaus in Verbindung. Dieser stellte sich dem MTV dann auch als Vorturner zur Verfügung. Nach und nach entwickelten sich schließlich die Talente aus den eigenen Reihen zu guten Turnern und konnten später die Funktion des Vorturners übernehmen.
Auf Vorschlag eines Mitgliedes wurde vom Verein auch eine Luftbüchse angeschafft. Damit wurden bei den Monatsversammlungen von den Vereinsmitgliedern Preisschießen durchgeführt.
Mit Beginn des 1.Weltkrieges im Jahre 1914 begannen für den aufstrebenden Männer-Turnverein schwere Jahre. Immer mehr Mitglieder wurden zur Ableistung des Kriegsdienstes eingezogen, so dass der Sportbetrieb bald ganz zum Erliegen kam. In einem Protokoll aus jener Zeit ist zu lesen, dass der Verein nur noch 41 Mitglieder hatte, davon waren 29 im Felde.
Als wieder Frieden Herrschte, wuchs die Zahl der Mitglieder rasch auf über 80 an, und es konnten die Turnierabende auch wieder regelmäßig stattfinden. Die Übungsabende wurden von einer strengen Turnordnung geregelt. In dieser Zeit wurde auch der Bau eines ersten Sportplatzes mit Unterstützung der Gemeinde vollendet. Er entstand an der Höxterischen Trift an jener Stelle, wo sich heute der neue Sportplatz und das Sportheim befinden. Von den Mitgliedern des MTV wurden die noch heute charakteristischen Linden angepflanzt und ein Turngerüst sowie Barren und Reck aufgestellt. Das dazubenötigte Holz wurde in der damaligen Oberförsterei selbst eingeschlagen. Durch die Schaffung dieses Platzes war es nun möglich neben dem Turnen auch noch andere Sportarten zu pflegen.
Alljährlichen gesellschaftlicher Höhepunkt des Vereinslebens war der Turnerball. Am Anfang des Balles zeigten die Turner Ihr können. zum Abschluss und als Höhepunkt der Turnvorführungen wurde eine Pyramide gebildet. Besonderen Wert legte man beim Ball auf die Etikette. Wer ohne Vereinsabzeichen oder zu spät kam, beim Tanz rauchte oder vergaß das Solo zu machen (zu tanzen wenn er an der Reihe war) musste eine Strafe bezahlen. Wer gar Streit und Zank anfing, wurde vom Ball ganz ausgeschlossen.
Über die angefallenen Strafen aus dem sportlichen und gesellschaftlichen Bereich wurde genau Buch geführt. Wie einem Protokoll zu entnehmen ist, kam es hier einmal zu einem Zwischenfall:" Da aus dem Anschreibebuch durch Bubenhand 2 Blätter herausgerissen sind, so sollen aus dem Gedächtnis( abends vorher sind die Summen vorgelesen worden) die Strafgelder festgesetzt werden." Vielleicht erinnert sich der böse Bube von damals beim Lesen dieser Schrift, hoffentlich nicht zu schmerzvoll, an seinen Streich.
Zu Pfingsten1922 wurde aus Anlass des 10-jährigen Bestehens ein Jubiläumsfest abgehalten. in den folgenden Monaten bereitete dann die immer wieder um sich greifende Inflation auch dem MTV große Schwierigkeiten. Durch die rasende Geldentwertung mussten die Mitgliedsbeiträge in immer kürzer werdenden Zeitabständen erhöht werden. Der Monatsbeitrag betrug im Jahr 1920 noch 30 Pfennig. Über 1 Mark 1921 und 10 Mark 1922 erhöhte sich der Beitrag 1923 auf 50 Mark im Monat. Für Mai 1923 mussten 400 Mark, und für den Juni 500 Mark gezahlt werden. Von August bis November wurden dann keine Beiträge mehr erhoben. In dieser Zeit waren Beiträge für den Gau und die Deutsche Turnerschaft fällig geworden. Am 15.9.1923 wurden 300.000 Mark und am 15.10.1923 wurden 45 Millionen Mark überwiesen. Der damalige Vorsitzende verauslagte das Geld und verzichtete auf eine Rückerstattung. Nach der Währungsreform wurde der Monatsbeitrag auf 20 Pfennig festgelegt.
1924 beschloss man, dass zum Abschluss des Sommerhalbjahres alljährlich ein Herbstabturnen stattfinden soll. Das Programm dieses Abturnens sah folgenden Ablauf vor:
Morgens: 6-KAmpf für Mitglieder des Turnvereins, bestehend aus 3 Geräte- und 3 volkstümlichen Übungen, 3-KAmpf Schüler
Nachmittags: Mannschaftskampf im Tauziehen, Staffellauf für Schüler, Münchner Freiübungen für Turner sowie ein Schlagballspiel zweier Mannschaften
Abends: Siegerehrung mit anschließender Tanzmusik
Im Jahre 1927 wurde erstmals eine Damenabteilung gegründet, die aber etwa zwei Jahre von Bestand war. Das Geräteturnen bildete in den zwanziger und dreißiger Jahren den Mittelpunkt des Verein, worauf man auch immer sein Hauptaugenmerk richtete. Es wurden aber auch schon Faustball-, Handball-, und Fußballspiele durchgeführt. Zu weihnachten wurden im Wechsel mit anderen Vereinen Theaterstücke aufgeführt. AM 2.Weihnachtstag 1929 fand ein öffentlicher Kostümball statt. Der MTV beteiligte sich an den Turnfesten der benachbarten Turn- und Sportvereine. Es wurde auch an Geländeläufen und sogar an Schwimmfesten teilgenommen.
Mit Beginn des 2.Weltkrieges neigte sich die Ära des Männer Turnvereins "Gut Heil" dem Ende zu. Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Lehrer Glitsch beschlossen die wenigen noch verbliebenen Mitglieder den Sportbetrieb ganz einzustellen. Es sollte jährlich nur noch eine Versammlung stattfinden. Die vorhandenen Sportgeräte des Vereins wurden in einem Inventar aufgenommen um friedlichere Zeiten abzuwarten.
Im 1. und 2. Weltkrieg verlor der Verein insgesamt 40 Mitglieder auf den Schlachtfeldern. Möge uns die Zukunft vor einer Wiederholung solcher Kriege und sinnlosem Blutvergießen bewahren.
Ein neues Leben im Verein begann am 3. Februar 1946. An diesem Tag faßten 26 Personen im Vereinslokal Karl Kopper den Beschluß, den bisherigen MTV Schönhagen als TSV Schönhagen wieder aufleben zu lassen. Die Turngeräte waren trotz der zurückliegenden Kriegswirren noch vollzählig vorhanden, so daß der Turnbetrieb, trotz erheblicher Mitgliederverluste durch den 2.Weltkrieg, sofort wieder aufgenommen werden konnte. Die Turnabteilung war in diesen Jahren sehr aktiv und einzelne Mitglieder waren bei verschiedenen Wettbewerben in der 50iger und 60iger Jahren recht erfolgreich. So konnte bei vielen Sportveranstaltungen von den Turnern des TSV Siegerplätze belegt werden. Leider sind die Aktivitäten der Turnabteilung in den letzten Jahren vollkommen eingeschlafen, so daß im TSV zur Zeit kein Geräteturnen mehr stattfindet.
Mit Neugründung des TSV wurde neben der Turnabteilung auch gleich eine Fußballabteilung gegründet. Der Spielbetrieb wurde zunächst mit einer Herrenmannschaft und kurze Zeit später auch mit einer Jugendmannschaft aufgenommen. Im Juni/Juli 1952 wurde unter der Leitung von Heinrich Dannenberg das 40jährige Stiftungsfest gefeiert. Damals waren solche Feierlichkeiten noch ohne langwierige Vorbereitungen durchzuführen, denn der Beschluß, ein solches Fest zu veranstalten wurde erst im Winter 1952 gefaßt. In den frühen 50iger Jahren war der noch junge TSV Schönhagen einmal von der Spaltung bedroht, es traten Meinungsverschiedenheiten zwischen Turnabteilung und der Fußballabteilung auf. Aber durch Eingreifen von Seiten des Vereinsvorstandes und des Kreissportbundes wurde ein solcher Schritt verhindert.
In diesen Jahren befaßte man sich im Verein hauptsächlich mit dem Fußball, denn das Turnen fand zwar in den Wintermonaten regelmäßig statt, aber in den Sommermonaten lag der Sportbetrieb ohne Fußball fast still. Die Fußballspiele fanden zu dieser Zeit auf dem Sportplatz an der Höxterschen Trift statt, aber man bemühte sich von Seiten des Vereins, eine andere Lösung zu finden, denn dieser Platz reichte von seinen Größenabmessungen her für einen Spielbetrieb nicht mehr aus, langsam stellten sich nämlich bei den Fußballern die ersten Erfolge ein. So gelang der Jugendmannschaft in der Spielzeit 1953/54 erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel eines Fußballkreismeisters nach Schönhagen zu holen. Bei der Herrenmannschaft wollte sich aber zu der Zeit noch kein richtiger Erfolg einstellen, aber auch hier gelang es in den nächsten Jahren in höhere Klassen aufzusteigen.
Inzwischen war es auch dem Verein, in Zusammenarbeit mit der damals noch selbstständigen Gemeinde Schönhagen gelungen, das Sportplatzproblem zu lösen. Dem Verein wurde der Sportplatz am Wasserfall zur Verfügung gestellt.
In den ersten Jahren nach der Neubegründung hatte der TSV im Schnitt 120 Mitglieder. Der Verein wurde seitens des Vorstandes mit starker Hand und manchmal auch recht autoritär geführt. So kam es zu Vereinsausschlüssen, wenn sich Mitglieder in der Öffentlichkeit ungebührlich verhalten hatten und Spieler der Fußballmannschaften wurden für Disziplinlosigkeit während des Trainings oder eines Spiels in einer Monatsversammlung öffentlich kritisiert. Für die Nichtteilnahme am jährlichen Herbstabturnen wurde den betroffenen Sportkameraden ein Strafgeld abgenommen. So ist es interessant, daß der monatliche Beitrag 1954 für ein erwachsenes Mitglied 80 Pfennig, für Jugendliche 50 Pfennig und Kinder 20 Pfennig betrug. Die Spieler der Herrenmannschaften mußten bei Auswärtsspielen einen Fahrtkostenanteil von 50 Pfennig für Buskosten aus eigener Tasche bezahlen. der Ballbeitrag wurde 1954 in Höhe von 1 DM erhoben und für Kaffee wurde nochmals 2 DM kassiert. Bei der damaligen Beitragshöhe sollte man bedenken, daß ein Waldarbeiter 1954 einen Stundenlohn von etwa 1 DM hatte.
Wie bereits erwähnt, reichte der Sportplatz den fußballerischen Belangen nicht mehr aus. Deshalb wurde seitens der Gemeinde dem Sportverein der Sportplatz am Wasserfall zur Verfügung gestellt. Das Grundstück wurde 1959 von der Gemeinde käuflich erworben und der TSV erhielt das Nutzungsrecht am neuen Sportplatz. Die Sportplatzpflege, wie z.B. das Rasenmähen wurde in den 50iger und 60iger Jahren noch etwas einfacher durchgeführt als heute. Der Verein besaß damals noch keinen eigenen Rasenmäher und so wurde jedes Jahr der Sportplatz zur Grasnutzung während der Sommermonate verpachtet. Es gab immer Interessenten, doch dem örtlichen Schäfer wurde nie der Zuschlag erteilt, weil die Sportkameraden eine zu große Verunreinigung des Platzes befürchteten.
In der Spielzeit 1960/61 gelang der 1.Herrenmannschaft die erste Seniorenmeisterschaft nach Schönhagen zu holen und somit war der Aufstieg in die Kreisliga geschafft. Mit diesem Aufstieg kamen wieder Probleme mit dem Sportplatz auf den Verein zu, denn der Platz am Wasserfall entsprach nicht den Anforderungen des Spielbetriebes der Kreisliga. Der Bau eines neuen Sportplatzes wurde geplant. Im Sommer 1962 feierte der TSV sein 50jähriges Stiftungsfest. Zu diesem Anlass wurde der Spielmannszug, schon ähnlich wie 1952 gebeten, für einen bestimmten musikalischen Rahmen zu sorgen. Seit dieser Zeit besteht der Spielmannszug ununterbrochen. Denn in den Jahren nach dem Krieg taten sich die Spielleute nur zusammen, wenn große Ereignisse, z.B. Feste, anstanden. 1963 wurde der Spielmannszug dem TSV angeschlossen. Inzwischen ist der Spielmannszug ein eigener verein und hat den TSV wieder verlassen. Nachdem die 1.Herrenmannschaft im Jahr 1963 aus der Kreisliga absteigen mußte, wurde auch der geplante Ausbau des Sportplatzes an der Höxterschen Trift nicht mehr mit letzten Nachdruck betrieben. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis dieser Platz dem TSV wieder zur Verfügung stand. Der Jugendmannschaft des TSV gelang jedoch 1965 der Aufstieg in die Jugend-Kreisliga mit der Erringung der Staffelmeisterschaft.
Vom Sportverein wurde 1967 eine Tischtennisabteilung ins Leben gerufen. Tischtennis wurde in Schönhagen auch schon seit kurz nach dem Kriegsende gespielt, aber zu Anfang der 60iger Jahre kam in dem selbstständigen TTC Schönhagen der Tischtennisbetrieb vollständig zum Erliegen. Auf Anhieb gelang der neuen Tischtennisabteilung im ersten Spieljahr sofort die Staffelmeisterschaft und die Kreismeisterschaft zu erringen. Damit war auch gleichzeitig der Aufstieg von der Kreisklasse in die Kreisliga geschafft.
Nachdem es im sportlichen Bereich im Verein in den nächsten Jahren mehr oder weniger ruhig verlief, die Herrenmannschaften errangen keine Meisterschaften und die Jugendmannschaft stieg mehrmals auf und ab, wurde jetzt mit Elan der Neubau des Sportplatzes an der Höxterschen Trift betrieben. Im Jahr 1972 war es dann nach langem hin und her endlich soweit, daß der Sportplatz eingeweiht werden konnte. Es schien so, als ob die Fußballer nur auf diesen Moment gewartet hätten. Denn plötzlich stellten sich hier auch wieder die sportlichen Erfolge ein. Im Spieljahr 1971/72 errang die 2. Mannschaft nach 1968 und 1969 zum 3.Mal die Staffelmeisterschaft, konnte aber wieder nicht aufsteigen, da die 1.Mannschaft noch in der Kreisklasse spielte. Im darauf folgendem Jahr schaffte auch die 1.Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga. Erstmals konnten in der Spielzeit 1973/74 drei Herrenmannschaften zum Spielbetrieb gemeldet werden. Die 1. Mannschaft spielte in den folgenden Jahren sehr erfolgreich . So konnte 1974 in der Kreisliga gleich ein Spitzenplatz belegt werden und nach dem Abschluß der Serie 1975/76 erreichten die Spieler der 1.Herrenmannschaft den bisherigen Höhepunkt einer Fußballmannschaft im Vereinsleben: Kreismeister und Aufstieg in die Bezirksklasse. Die Zugehörigkeit zur Bezirksklasse endete aber leider schon nach einer Spielzeit. 1973/1976/1980 und 2002 erreichte die 1.Herren jeweils das Endspiel um den Kreispokal, aber der große erfolg wollte sich nicht einstellen. Die 3. Herrenmannschaft wurde 1977/78 Staffelmeister und konnte nach 3 Entscheidungsspielen die Kreismeisterschaft der 2.Kreisklassen erringen.
Ein lang gehegter Wunsch des Vereins wurde 1973 in Angriff genommen. Ein neues Sportheim wurde nach einer Bauzeit von knapp 3 Jahren 1975 in Verbindung mit einer Sportwoche eingeweiht. Das Sportheim wurde in 2260 Stunden Eigenleistung von den Mitgliedern des Vereins erstellt.
Im Herbst 1970 wurde eine weitere Sparte ins leben gerufen. Weibliche Bewohner des Dorfes trugen die Bitte heran, eine Damen-Gymnastikabteilung zu gründen. Dieser Bitte wurde vom Verein entsprochen und seitdem finden sich allwöchentlich eine große Anzahl von Damen zu den jeweiligen Übungsabenden ein. Im Winter 1977 wurde auch der Spielbetrieb in der Laienspielgruppe wieder aufgenommen. Nachdem in früheren Jahren die Theateraufführungen im Wechsel von allen örtlichen Vereinen veranstaltet wurden, ist heute nur noch die Laienspielgruppe des TSV Schönhagen aktiv. Sie begeistert bis heute mit ihren Aufführungen alle 2 Jahre zur Weihnachtszeit die Dorfbewohner. Weiterhin wurde 1977 die Krabbelabteilung für Kinder bis zum Alter von 7 Jahren gegründet. Für ältere Kinder wird seit 1977 das Kinderturnen angeboten. Aus diesen Gruppen entwickelten sich im Laufe der Jahre weitere Gruppen für jede Alterstufe. Nachdem sich zum Ende der 70iger Jahre bei den Schüler und Jugendmannschaften die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar machten, mußte hier eine Lösung gefunden werden, die es ermöglichte, die erfolgreiche Arbeit im Bereich des Jugendfußballs fortzusetzen. Denn 1978 wurde die Meisterschaft in der Jugend -Kreisliga west erreicht und nach einem verlorenen Endspiel um die Kreismeisterschaft wurde einer der größten Erfolge im Jugendfußball erreicht, unsere A-Jugend hatte nämlich den Aufstieg in die Jugendbezirksklasse erreicht. Um den jugendlichen Fußballern die Möglichkeit zu geben, trotz altersbedingter Abgänge, in der Bezirksklasse bestehen zu können, wurde eine Spielgemeinschaft mit ebenfalls betroffenen Vereinen angestrebt. Am 6.9.1978 wurde mit der Zusammenlegung der Jugendfußballabteilungen des VfB Uslar und des TSV Schönhagen die Jugendspielgemeinschaft "JSG Ahletal" aus der Taufe gehoben. Die JSG Ahletal besteht heute noch, jedoch haben sich mittlerweile auch der Tuspo Kammerborn und der TSV Sohlingen angeschlossen. Der VfB Uslar ist seit August 2007 auch wieder mit von der Partie, nachdem er sich mehrere Jahre selbstständig gemacht hatte und der Jugendfußball in den letzten Jahren bei ihm aber völlig zum Erliegen gekommen war. Wie seit je her ist hier aber eine Trainer- und Betreuerproblem vorhanden, da sich zu wenig Helfer bereit erklären ihre Kinder zu unterstützen.
Nach dem Bau der Mehrzweckhalle in Schönhagen, wurde vom TSV Schönhagen noch mehrere Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung angeboten. So wurde eine Volleyball- und eine Badmintonabteilung eröffnet. Anfänglich hatten beide Abteilungen einen sehr großen Zuspruch und auch für "ältere Semester" wurden Übungsabende angeboten. Leider konnte dieser Trend nicht gefestigt werden, so daß diese Abteilungen sich Ende der 90iger Jahre wieder auflösten. Nach dem sehr erfolgreichen Sport- und Volksfest 1979, welches zum ersten Mal in Eigenbewirtschaftung durchgeführt wurde, gingen die Arbeiten am Sportplatz kontinuierlich weiter. So wurde das Sportheim vergrößert, ein Elektroanschluss wurde zum Sportheim gelegt und eine Drainage wurde auf dem Sportplatz verlegt. Die meisten der Arbeiten wurden von den Mitgliedern in Eigenleistung erbracht oder der TSV wurde sehr tatkräftig von ausserörtlichen Unternehmen unterstützt. Rechtzeitig zum Fest 1979 wurde eine freundschaft mit den Sportfreunden von Esperance de Meuzac (Frankreich begründet. nachdem eine Gruppe des TSV 1978 in Meuzac weilte, kamen die französischen Freunde 1979 zu einem Gegenbesuch nach Schönhagen. Während dieser gegenseitigen Besuche wurde es den einzelnen Gruppen immer wieder ermöglicht, Land, Leute, und Lebensarten des Gastlandes kennen zu lernen. Neben den sportlichen Vergleichen kam auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz. 1987 wurde ein großes Zeltfest zum 75 jährigen Jubiläum gefeiert.,.
....Fortsetzung folgt....